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Beitragvon north4 » Do 10. Mär 2016, 22:10

Sehr geehrter Arzt/ Sehr geehrte Ärztin,


es wäre toll, wenn Sie diesem Schreiben etwas von Ihrer Aufmerksamkeit schenken könnten, denn es geht um eine wichtige und ernstzunehmende Angelegenheit im Sinne einer großen Zahl von Menschen. Wir sind Betroffene des PSSD-Syndroms (PSSD = Post-SSRI-Sexual-Dysfunction) und wohlmöglich ist Ihnen dieser Begriff, wie den meisten Ihrer Kollegen, noch nie zu Ohren gekommen, da die breite Medizinische Fachwelt in der Vergangenheit nicht darüber aufgeklärt wurde, obwohl der Forschung dieses Phänomen schon seit einigen Jahren bekannt ist.

Bei diesem Syndrom handelt es sich um eine weit über das Absetzen hinaus bestehen bleibende Sexuelle Funktionsstörung, die durch die Einnahme von SSRI's oder SNRI's ausgelöst worden ist. Diese anhaltende Dysfunktion ist von einer depressions- oder angstbedingten Sexuellen Funktionsstörung zu unterscheiden. Dies wird vom PSSD-Forschungsteam ausdrücklich betont. Ein sehr belastendes und häufig übereinstimmendes Symptom der Betroffenen ist körperliche, insbesondere genitale Gefühlstaubheit. Was dies neben einigen weiteren Symptomen für die Lebensqualität bedeutet, kann man sich sicherlich gut vorstellen.

Aktuell hat sich ein Forscherteam aus Israel der Sache etwas gezielter angenommen und möchte eine länderübergreifende Studie durchführen. Wir stehen mit dem Forschungsleiter via Mail in Kontakt und er schreibt, dass er und sein Team erst die breite Medizinische Fachwelt über PSSD informieren müsse, bevor man in punkto Ursachen- und Therapieforschung effektiv etwas bewegen könne. An dieser Stelle haben wir uns dazu entschlossen, auch selbst etwas für die Beschleunigung des Prozesses zu tun und einige Fachleute über PSSD zu informieren.

Sie, als Arzt/Ärztin, können enorm wichtige und effektive Hilfe leisten, indem Sie Ihre Patienten, denen SSRI- oder SNRI-Tabletten verabreicht wurden, gezielt nach anhaltenden Sexuellen Nebenwirkungen nach Absetzen des Präparates fragen und bei PSSD-Verdacht dies dem Bundesinstitut für Arzneimittel melden. Denn einige Patienten trauen sich nicht von selbst, sexuelle Probleme anzusprechen und wissen, wie die meisten Ärzte, auch noch nichts über PSSD.

Unterhalb finden Sie den Link zu der Seite "Researchgate.net", wo sie einen Artikel vom PSSD-Forschungsteam aus dem "Journal of Clinical Psychopharmacology" zum Lesen und zum Download vorfinden. Im Internet sind einige weitere Artikel und Studien zu finden, allerdings alle, wie üblich, auf Englisch. Um sich einen schnellen Eindruck auf Deutsch zu verschaffen, finden Sie unterhalb auch einen Link zu Wikipedia, wo alle Informationen durch seriöse Studien-Einzelnachweise unterlegt sind.

Durch Ihre Mithilfe kann die Wissenschaft ein großes Stück vorankommen, zugunsten aller bereits Betroffenen und zukünftig Betroffenen. Falls Sie noch weitere Möglichkeiten sehen, wie Sie zur Bekanntmachung und zum Forschungsfortschritt von PSSD beitragen können, dann wären wir Ihnen von Herzen verbunden, wenn Sie sich der Dinge annehmen. Wir appellieren an Ihre Menschlichkeit und Ärztliche Schlüsselfunktion und hoffen, dass Sie sich wissenschaftlich beteiligen.


Mit freundlichen und hoffnungsvollen Grüßen





im Namen der deutschen PSSD-Selbsthilfegruppe


https://www.researchgate.net/publicatio ... lationship


https://de.wikipedia.org/wiki/SSRI-bedi ... ysfunktion
north4
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